Schmerzensgeld

Schmerzensgeld

Wichtiges zum Schmerzensgeld bei einem Hundebiss oder sonstigen Verletzung durch einen Hund:

Schmerzensgeld: Es kann nach § 253 BGB oder auch nach § 847 BGB verlangt werden.

Höhe des Schmerzensgeldes: Eine der bedeutendsten Fragen der Geschädigten ist die nach der Höhe des zu erwartenden Schmerzensgeldes. Hierbei ist folgendes Basiswissen von entscheidender Bedeutung: Schmerzensgeld wird immer nach den Umständen des Einzelfalls bestimmt, also z.B. nach der Schwere der Verletzungen, der Häufigkeit von notwendigen Opertionen, der Dauer eines Krankenhausaufenthalts oder dem Verbleiben von Dauerschäden etc. Hier gibt es eine Vielzahl von Besonderheiten in jedem Einzelfall, so dass eine abschließende Aufzählung den Rahmen sprengen würde und den Fachbüchern vorbehalten ist.

Schmerzensgeldtabellen: Immer wieder hat die Frage nach der angemessenen Höhe eines Schmerzensgeldes Gerichte beschäftigt. So entstanden in den letzten Jahrzehnten eine Flut von Einzelentscheidungen, die in so genannten Schmerzensgeldtabellen gesammelt werden. Einem juristen Laien ist es kaum möglich, aus dieser Flut von Einzelentscheidungen das im Einzelfall richtige und angemessene Schmerzensgeld zu bestimmen.

Wichtig: Schmerzensgeld-Tabellen, die in letzter Zeit immer wieder im Internet aufgetaucht sind, vermitteln eine sehr trügerische Gewissheit über die Höhe des eigenen angemessenen Schmerzensgeldes. In der Regel kann das Schmerzensgeld durch besondere Umstände des Einzelfalls deutlich nach oben oder unten abweichen. Die Tabellen sind derart stark verkürzt, dass sie im Grunde keine Aussagekraft haben. Außerdem liegt der Verdacht nahe, dass unrealistische Beträge veröffentlicht werden, um die Geschädigten zu überzeugen, dieses hohe Schmerzensgeld gebe es nur bei Beauftragung dieses Anbieters. Eine ersthafte Beurteilung der Höhe eines angemessenen Schmerzensgeldes ist erst nach Studium der Dokumentationsunterlagen möglich. Vorher kann nur eine unverbindliche Einschätzung gegeben werden.

Verletzung durch Hundebiss oder sonst durch einen Hund: Bei Hundebissen kommt für die Höhe des Schmerzensgeldes entscheidend auf den Heilungsverlauf an. Hat sich die Wunde entzündet? Wie lange war das Opfer beeinträchtigt bzw. in ärztlicher Behandlung? Verbleiben Narben? Gibt es aufgrund des Angriffs eine anhaltende Angst vor Hunden? Alle diese Kriterien sind wichtig für die Bemessung des Schmerzensgeldes und werden von uns entsprechend berücksichtigt.

 

Schmerzensgeld-Rahmen zu Ihrer Orientierung:


Das Schmerzensgeld bei einem Biss ins Bein schwankt je nach Einzelfall. Hier ein paar Beispiele aus der Praxis. Bei der Höhe des Schmerzensgeldes handelt es sich um ungefähre Richtwerte im Hinblick auf die tägliche Regulierungspraxis. Dies ersetzt nicht eine Einzelfallbeurteilung.

1. Fall: Hund hat versucht zu beißen; es gibt lediglich Kratzspuren an Arm oder Bein.

Schmerzensgeldrahmen: 0 - 200 EUR

2. Fall: Hund hat Opfer in Arm oder Bein gebissen. Durch die Kleidung erfolgte jedoch keine tiefere Wunde; lediglich ein Hämatom und 2 kleine Punkte von den Eckzähnen.

Schmerzensgeldrahmen: 250 EUR - 450 EUR

3. Fall: Hund hat Opfer in Arm oder Bein gebissen. Es gab eine oder mehrere Wunden durch die Eckzähne. Die Wunden mussten mehrfach versorgt werden. Es erfolgte aber eine komplikationslose Abheilung, wobei kleine punktförmige Narben zurückbleiben.

Schmerzensgeldrahmen: 500 EUR - 850 EUR - je nach Umfang der Narbenbildung.

4. Fall: Hund hat Opfer in Arm oder Bein gebissen. Komplikationen im Heilungsverlauf. Nicht unerhebliche Narbenbildung.

Schmerzensgeldrahmen: idR über 850 EUR - rufen Sie uns gerne unverbindlich und kostenlos zu einer Ersteinschätzung an oder füllen ein Formular aus.

5. sonstige Fälle: Hund hat Opfer ins Gesicht gebissen oder großer Hund hatte sich festgebissen (große Wunde) oder Hund hat Fleisch herausgerissen.

Schmerzensgeldrahmen: hier geht es nicht nur um ein erhebliches Schmerzensgeld (mehr als 1000 EUR), sondern auch weitere Schadenspositionen und eine Absicherung wegen Folgeschäden. Rufen Sie uns unbedingt für eine kostenlose Ersteinschätzung an und füllen ein Formular aus.

 

Regulierung durch den Hundehalter oder die Versicherung: Ungefähr die Hälfte aller Hundehalter in Deutschland haben keine Hundehalterhaftpfllichtversicherung. Deshalb ist es bei einer persönlichen Haftung des Hundehalters erfahrungsgemäß oft notwendig, dass ein entsprechender Zahlungsdruck durch ein Schreiben eines Rechtsanwaltes ausgelöst wird. Forderungen von privaten Geschädigten werden leider meist ignoriert. Sollte einen Versicherung vorhanden sein, ist leider auch hier die Zahlungsmoral aus der Erfahrung einer Vielzahl von Fällen in der Regel sehr gering. Das Opfer bekommt ohne Anwalt die Mitteilung, eine Zahlung könne nicht veranlasst werden oder ein Schmerzensgeld von lediglich 300 EUR sei in diesem Fall angemessen. Das Problem der Versicherungen: Eine Hundehalterhaftpflichtversicherung kostet meist nur 5 Euro im Monat. Es muss also genau aufgepasst werden, dass die Ausgaben nicht zu hoch werden. Dies hat aus unserer Erfahrung heraus leider oft auch einen negativen Einfluss auf die Regulierungsbereitschaft.

Eine unverbindliche ungefähre Einschätzung zur Höhe eines angemessenen Schmerzensgeldes erteilen wir Ihnen auch in Ihrem Fall gerne kostenlos. Nutzen Sie einfach unsere Formulare oder rufen Sie uns unter 0431-8009380 unverbindlich an.
 

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Autor dieses Artikels: Rechtsanwalt Hahn

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